Zburătorul bedeutet wörtlich „der Fliegende“ oder „der Flieger“. Es ist ein poetisches Wort, das oft in rumänischen Märchen und Folklore vorkommt und eine mystische, übernatürliche Figur beschreibt, die fliegen kann und oft eine romantische Rolle spielt.
Im Lied bezieht sich EMAA auf „Zburătorul din povești“ (den Flieger aus den Geschichten), der in ihrer eigenen Geschichte existiert. Es symbolisiert eine idealisierte, vielleicht unerreichbare Liebe oder eine Person, die nur in ihrer Vorstellung existiert, was dem Wort eine tiefere, melancholische Bedeutung verleiht.
Hast du dich schon mal in jemanden verliebt, den es in Wirklichkeit gar nicht so gab? Genau darum geht es in „Zburătorul“ von der rumänischen Künstlerin EMAA. Der Titel greift eine bekannte Figur aus der rumänischen Folklore auf: den Zburător, ein mythisches Wesen, das nachts heimlich zu jungen Frauen fliegt und Sehnsüchte weckt. EMAA macht daraus aber keine alte Sage, sondern eine schmerzhafte Einsicht über Wunschdenken: „Tu n-ai fost adevărat / Ești doar invenția mea“ („Du warst nicht echt / Du bist nur meine Erfindung“). Sie nennt diesen Traumtypen direkt „Zburătorul din povești / În povestea mea“ („Der Zburător aus den Märchen / In meiner Geschichte“).
Die Stimmung kippt zwischen Enttäuschung und dem Wunsch nach einer letzten Illusion hin und her. Sie singt davon, wie Worte ins Leere laufen und wie sie die Person vergisst („Nu te mai știu nici eu cumva“ – „Ich kenne dich irgendwie auch nicht mehr“). Trotzdem bleibt dieser bittersüße Wunsch, noch ein einziges Mal davongetragen zu werden: „Te rog iar, să mă mai porți cu tine-n zbor / Încă o dată“ („Ich bitte dich wieder, nimm mich noch einmal mit dir in den Flug / Noch ein Mal“), während um sie herum alles zusammenbricht („oceane se sparg și cad în gol“ – „Ozeane zerbrechen und stürzen ins Leere“). Ein ehrlicher Pop-Song über das schwere Erwachen aus einer perfekten Illusion.