Inouï bedeutet 'unerhört' oder 'unglaublich'. Es ist ein starkes Adjektiv, das etwas beschreibt, das so außergewöhnlich ist, dass es noch nie zuvor gehört oder gesehen wurde.
Im Lied wird es in der Zeile "Dans l'espace inouï de l'amour" (Im unerhörten Raum der Liebe) verwendet. Es verleiht der Liebe eine Dimension von Unendlichkeit und Einzigartigkeit, die über das Gewöhnliche hinausgeht und den Zuhörer in eine Welt der Fantasie entführt.
Kate Ryan, die belgische Sängerin, nimmt uns in „Voyage Voyage“ auf eine Reise ohne festen Zielort mit. Die Bilder springen von „au dessus des vieux volcans“ [über den alten Vulkanen] zu Wolken, Sümpfen, dem spanischen Wind und dem Regen am Äquator. „Voyage, voyage“ [Reise, reise] klingt dabei wie ein ständig wiederholter Aufruf: Flieg höher, bleib nicht stehen und schau auf den Ozean. Die Reise führt über Hauptstädte und über Grenzen hinweg, sogar „plus loin que la nuit et le jour“ [weiter als die Nacht und der Tag].
Besonders weit wird diese Reise, wenn das Lied den „espace inouï de l’amour“ [den unglaublichen, völlig neuen Raum der Liebe] nennt. Danach geht es über das heilige Wasser eines indischen Flusses, über den Ganges und den Amazonas, durch die Sahara bis zu den Fidschi-Inseln und zum Fujiyama, dem japanischen Berg Fuji. Zwischen „barbelés“ [Stacheldraht] und „coeurs bombardés“ [bombardierten Herzen] bleibt der Blick wieder auf dem Meer: Die Welt ist voller Entfernungen, Konflikte und verschiedener Kulturen, doch die Stimme will weiterfliegen, „et jamais ne revient“ [und niemals zurückkehren]. Ein ziemlich großer, verträumter Reiseplan, der ganz ohne Koffer auskommt.