Maracatu ist ein faszinierender Begriff, der einen afro-brasilianischen Rhythmus und Tanz aus dem Nordosten Brasiliens bezeichnet. Es ist ein Wort, das man nicht oft in Liedern hört und das eine reiche kulturelle Bedeutung hat.
Im Lied "Mas Que Nada" wird maracatu verwendet, um die einzigartige Mischung der Samba-Musik zu beschreiben: "Este samba que é misto de maracatu" (Dieser Samba ist eine Mischung aus Maracatu). Es zeigt, wie vielfältig und tief verwurzelt die brasilianische Musikkultur ist.
Wenn du diesen Klassiker von Sérgio Mendes hörst, willst du sofort mitwippen. Der Ausruf „Mas que nada“ bedeutet so viel wie „Ach, mach keine Witze!“ oder „Hau ab!“, wird hier aber mit einem dicken Grinsen serviert. Der Erzähler macht direkt kurzen Prozess mit allen Bremsern: „Sai da minha frente que eu quero passar / Pois o samba está animado / O que eu quero é sambar“ („Geh mir aus dem Weg, ich will durch / Denn der Samba ist lebendig / Ich will einfach nur Samba tanzen“). Hier geht es schlicht um den Drang zur Tanzfläche, ohne langes Zögern oder Höflichkeitsfloskeln.
Spannend wird es, wenn der Song erklärt, woraus dieser Rhythmus eigentlich besteht: „Este samba que é misto de maracatu / É samba de preto velho / Samba de preto tu“ („Dieser Samba, der eine Mischung aus Maracatu ist / Ist der Samba des alten schwarzen Mannes / Samba von dir, schwarzer Mann“). Mendes verweist hier direkt auf Maracatu, einen traditionellen afro-brasilianischen Prozessionsrhythmus aus dem Nordosten des Landes. Es ist eine stolze Hommage an diese afro-brasilianischen Wurzeln. Und ganz am Ende kommt noch eine herrlich freche Ansage ans Publikum: „Você não vai querer / Que eu chegue no final“ („Du wirst gar nicht wollen, dass ich zum Ende komme“). Er weiß eben ganz genau, wie gut die Nummer rollt.