Yam bedeutet wörtlich „Süßkartoffel“. Es ist ein ungewöhnliches Wort in einem Song, aber hier hat es eine viel tiefere Bedeutung.
Im Kontext des Songs steht „the yam“ für Macht, Einfluss und kulturelles Erbe. Kendrick Lamar verwendet es, um die Stärke und den Einfluss der schwarzen Kultur zu symbolisieren, die er als „the power that be“ (die herrschende Macht) bezeichnet. Es ist eine Anspielung auf die Wurzeln und die Widerstandsfähigkeit, ähnlich wie die Süßkartoffel, die tief in der Erde wächst.
In „King Kunta“ rechnet Kendrick Lamar mit seinen Neidern ab und feiert seinen Aufstieg an die Spitze des Rap-Games. Der Song ist eine selbstbewusste Hymne, in der er eine zentrale Frage stellt: „Bitch, where you when I was walking?“ (Schlampe, wo warst du, als ich noch lief?). Damit konfrontiert er all jene, die ihn erst jetzt unterstützen, wo er erfolgreich ist – „Now I run the game got the whole world talking“ (Jetzt beherrsche ich das Spiel, die ganze Welt redet darüber). Der Titel selbst ist eine starke Anspielung auf Kunta Kinte, einen versklavten Mann aus dem Roman „Roots“, dem ein Fuß abgeschlagen wurde, um seine Flucht zu verhindern. Lamar nutzt dieses Bild – „Everybody wanna cut the legs off him“ (Jeder will ihm die Beine abschneiden) –, um zu zeigen, wie andere versuchen, seinen Erfolg zu sabotieren.
Lamar kritisiert auch die Heuchelei in der Musikindustrie, insbesondere Rapper, die ihre Texte nicht selbst schreiben („a rapper with a ghost writer“). Für ihn ist Authentizität wichtiger als Reichtum, der durch Anbiederung erlangt wird. Er betont stolz seine Herkunft aus Compton und beschreibt seinen Weg vom Niemand zum König: „From a peasant to a prince to a motherfucking king“ (Vom Bauern zum Prinzen zum verdammten König). Der Song endet mit einem lauten, funkigen Ausruf – „We want the funk“ –, der seine musikalischen Wurzeln und die unaufhaltsame Energie seines Erfolgs zelebriert.