Choker bedeutet wörtlich „Würger“ oder „Erdrossler“. Es ist ein ungewöhnliches und sehr bildhaftes Wort, das man nicht oft in Liedern hört.
Im Kontext des Liedes verwendet Twenty One Pilots das Wort metaphorisch. Der Sänger beschreibt sich selbst als „born a choker“, was darauf hindeutet, dass er von Natur aus dazu neigt, sich selbst zu sabotieren oder unter Druck zu versagen. Es vermittelt ein Gefühl von innerem Kampf und der Schwierigkeit, mit den Umständen umzugehen.
In „Choker“ beschreiben Twenty One Pilots das Gefühl, unter Druck zu versagen und von den Umständen erdrückt zu werden. Der Sänger fühlt sich wie ein „Choker“, jemand, der von Natur aus zum Scheitern verurteilt ist. Zeilen wie „Nervous when I stand / Chokin' on the circumstance“ (Nervös, wenn ich stehe / Ersticke an den Umständen) und „Self-sabotage is a sweet romance“ (Selbstsabotage ist eine süße Romanze) zeichnen ein Bild von Angst, Passivität und einem fast schon tröstlichen, aber zerstörerischen Kreislauf.
Doch der Song bleibt nicht in der Hoffnungslosigkeit stecken. Er entwickelt sich zu einer Erkenntnis, dass Veränderung von innen kommen muss. Mit Metaphern wie einem Splitter, den man sich selbst entfernt, oder einem Schatten, der hinter einem länger wird, während man wächst, deutet der Text auf einen Hoffnungsschimmer hin. Es ist ein Kampf zwischen dem Gefühl, allein und hilflos zu sein („Nobody's comin' for me“ – Niemand kommt, um mich zu holen), und dem aufkeimenden Entschluss, das eigene Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.