Esplendor bedeutet „Pracht“, „Glanz“ oder „Strahlkraft“ und wirkt deutlich poetischer als das alltägliche Wort „Schönheit“. In der Zeile „Darte todo mi esplendor“ verspricht die Sängerin, dem geliebten Menschen all ihre innere und äußere Leuchtkraft zu schenken.
Hast du dich jemals so sehr in jemanden verliebt, dass du der Person buchstäblich deinen eigenen Körper als Möbelstück anbietest? Genau das macht die mexikanische Musikerin Carla Morrison in »Te Regalo«. Sie bittet ihr Gegenüber darum, ganz nah heranzukommen: »Déjame tomarte de la mano« (Lass mich deine Hand nehmen) und »Déjame besarte ahí / Donde guardas tus secretos« (Lass mich dich dort küssen, wo du deine Geheimnisse aufbewahrst). Das ist intim, zärtlich und fast schon ein bisschen hemmungslos direkt.
Im Refrain verschenkt sie sich dann komplett: »Te regalo mis piernas / Recuesta tu cabeza en ellas« (Ich schenke dir meine Beine, leg deinen Kopf darauf ab) und »Te regalo mis fuerzas / Úsalas cada que no tengas« (Ich schenke dir meine Kräfte, nutze sie jedes Mal, wenn du keine hast). Für Sprachlernende gibt es hier übrigens eine typische Umgangsform: Carla singt »pa' que sientas« statt para que sientas (damit du fühlst) und »pa' hacerte muy feliz« (um dich sehr glücklich zu machen) – »pa'« ist die typische Abkürzung für para im Alltag. Am Ende steht das radikale Versprechen »Te voy a amar hasta morir« (Ich werde dich lieben, bis ich sterbe). Mehr Hingabe passt in keinen Songtext.