„Gatos pingados“ ist eine brasilianisch-portugiesische Redewendung und bedeutet, dass nur sehr wenige Menschen anwesend sind. Wörtlich klingt sie wie „tropfende Katzen“, doch im Lied beschreibt sie humorvoll die kleine, fast leere Party: „Oito ou nove gatos pingados no salão“ bedeutet „acht oder neun Leute im Saal“.
„Eu Me Lembro“ bedeutet „Ich erinnere mich“. Clarice Falcão und Moska erzählen von einer Begegnung, die sich für das erzählende Ich sofort wie ein Wink des Lebens anfühlt. „Era manhã / Três da tarde“ [Es war Morgen / drei Uhr nachmittags] beginnt schon herrlich widersprüchlich: Die Erinnerung ist genau und zugleich ein bisschen chaotisch. Er oder sie kommt an, die andere Person steigt hinauf, jemand sagt „Oi! Fica à vontade“ [Hallo! Fühl dich wie zu Hause], doch die Begrüßung wird gar nicht gehört. Gerade diese kleine Panne macht das Kennenlernen sympathisch.
Die Party ist winzig, mit „oito ou nove gatos pingados“ [acht oder neun vereinzelten Leuten]. „Gatos pingados“ ist eine brasilianische Redewendung für sehr wenige Menschen. Dazu kommen eine geliebte Feijoada und „presunto enrolado no melão“ [Schinken, um Melone gerollt], ein ziemlich eigenwilliger Partyhappen. Die beiden finden einander auf ihre eigene Weise lustig: Sie hält ihn für sehr komisch, er redet viel und tut so, als würde er lachen. Ihre Bluse sitzt verkehrt herum, während ihr sein Kleidungsstil gefällt. In der wiederholten Zeile „Por isso eu sei de cada luz, de cada cor de cor“ [Darum kenne ich jedes Licht, jede Farbe auswendig] wird aus diesem unbeholfenen Treffen eine Erinnerung mit erstaunlich vielen Details. „Pode me perguntar de cada coisa que eu me lembro“ [Du kannst mich alles fragen, ich erinnere mich] klingt dabei liebevoll, aber auch ein wenig übertrieben, als wäre wirklich jede Kleinigkeit wichtig.