Taşladı bedeutet "steinigte" oder "warf Steine auf". Es ist ein starkes und bildhaftes Verb, das man nicht in jedem Lied findet.
Im Kontext des Liedes verwendet der Sänger dieses Wort, um auszudrücken, wie sein Herz in der Vergangenheit diejenigen "steinigte", die kamen, um seine Liebe zu löschen. Es vermittelt ein Gefühl von Schutz und Widerstand gegen neue Beziehungen, bevor er sich schließlich nach der Person sehnt, die er jetzt liebt. Diese dramatische Metapher macht das Wort besonders einprägsam.
In „Benim Ol“ („Sei mein“) bittet ein Sprecher eine frühere Liebe, zurückzukommen. Er sagt: „Hadi yine gel benim ol“ („Komm, sei wieder mein“). Das türkische „hadi“ klingt wie „los“ oder „komm schon“ und macht die Bitte direkt und dringend. Ohne diese Person weiß er nicht, wohin mit sich: „Benim olmazsan, kime giderim?“ („Wenn du nicht mein bist, zu wem soll ich gehen?“) und „Beni duymazsan, kime veririm yüreğimi?“ („Wenn du mich nicht hörst, wem soll ich mein Herz geben?“). Das ist ziemlich besitzergreifend formuliert, aber im Lied klingt es vor allem nach Abhängigkeit und Sehnsucht.
Dazu erzählt der Sprecher, dass sein Herz lange Zeit jeden neuen Menschen abgewiesen hat: „Kalbim aşkları sönsün diye geleni taşladı“ („Mein Herz hat die, die kamen, damit die Liebe erlischt, mit Steinen beworfen“). Das ist ein starkes Bild für Selbstschutz: Er lässt niemanden an sich heran, weil er weiter auf diese eine Person wartet. Erst als er bereut und sie vermisst, beginnt diese lange Wartezeit. Mit „Suç payıma düşense, giderim“ („Wenn die Schuld auf mich fällt, gehe ich“) übernimmt er einen Teil der Verantwortung, bleibt aber trotzig: Ein Weggang werde ihn nicht gleich zerstören. Am Ende bleibt nur die Bitte „Yarım sözüm daha dur, benim ol“ („Mein halber Satz ist noch nicht zu Ende, sei mein“) – als hätte er noch etwas zu sagen und wolle die Geschichte nicht abbrechen.