Ômega ist das letzte Zeichen des griechischen Alphabets und bedeutet im Kontext des Liedes das Ende oder die Vollendung.
Es ist ein interessantes Wort, da es in Verbindung mit "Alfa" (dem ersten Zeichen) verwendet wird, um die Allumfassendheit und Ewigkeit Gottes zu beschreiben. Die Zeile "És o Alfa e o Ômega" bedeutet, dass Gott der Anfang und das Ende von allem ist, was eine tiefgründige theologische Bedeutung hat.
In „Alfa e Ômega“ richtet Gabriela Rocha ein direktes Gebet an Gott. „És o Alfa e o Ômega“ [Du bist das Alpha und das Omega] nennt ihn den Anfang und das Ende. „Te adoro, meu Senhor“ [Ich bete dich an, mein Herr] und „Tu és digno do louvor“ [Du bist des Lobes würdig] wiederholen sich wie ein gemeinsamer Ruf im Gottesdienst. Auch „Te damos toda Glória“ [Wir geben dir alle Ehre] macht klar: Die Sängerin spricht nicht nur für sich, sondern mit „wir“ für eine ganze betende Gemeinschaft.
Der zweite Teil wird noch persönlicher und sehr entschieden: „Pra Te adorar, eu vivo“ [Um dich anzubeten, lebe ich]. Das portugiesische „pra“ ist die umgangssprachliche Kurzform von „para“, also „um zu“ oder „für“. Mit „Eu existo“ [Ich existiere] sagt die Stimme sogar: Ihr Daseinszweck ist die Anbetung. Die vielen Wiederholungen sind hier kein Zufall. Sie geben dem Lied die Form eines einfachen, starken Glaubensbekenntnisses, das man leicht mitsingen kann: Gott gebührt die ganze Ehre, und das eigene Leben ist auf ihn ausgerichtet.