Huelebi ist ein umgangssprachlicher Begriff, der sich von "huele braguetas" ableitet und wörtlich "Höschen-Schnüffler" bedeutet. Es ist ein Slang-Wort, das einen aufdringlichen oder übermäßig neugierigen Mann beschreibt, der Frauen belästigt.
Im Lied verspricht der Sänger: "Tranquila, prometo no ser un huelebi" (Keine Sorge, ich verspreche, kein Schnüffler zu sein). Er verwendet dieses Wort, um der Frau zu versichern, dass er ihre Grenzen respektieren und nicht aufdringlich sein wird, was es zu einem interessanten und kontextspezifischen Wort macht, das man nicht oft in Liedern hört.
In „AGUA“ von Maluma aus Kolumbien und Shakira knistert es sofort zwischen zwei Menschen. Die Gesten und Blicke sprechen für sich: „Tus manos bajando lento“ [Deine Hände bewegen sich langsam nach unten], und die erzählende Person merkt, dass die andere bald nachgeben wird. Ein Kuss hat den Wunsch nach mehr geweckt, und aus Fantasie soll endlich Wirklichkeit werden. Besonders direkt ist „Porque cuando me miras se hace agua la boca“ [Denn wenn du mich ansiehst, läuft mir das Wasser im Mund zusammen]. Die Redewendung bedeutet hier nicht echten Durst, sondern starke körperliche Anziehung.
Das zentrale Bild ist Wasser als Gegenmittel zum Feuer: „Agua pa’l fuego“ [Wasser fürs Feuer]. Die beiden wollen ihre Spannung nicht länger bremsen. „Deja los miedos y empieza a sentir“ [Lass die Ängste los und fang an zu fühlen] fordert dazu auf, den Moment zu nutzen, statt später über ein „Was wäre gewesen?“ nachzugrübeln. Mit „Nuestra química no sabe mentir“ [Unsere Chemie kann nicht lügen] wird klar: Ihre Körper kommen sich näher, und beide spüren, dass zwischen ihnen etwas passiert. Der wiederholte Ruf „Agua, agua yo quiero ... que tengo sed“ [Wasser, Wasser will ich ... ich habe Durst] macht den Song spielerisch, heiß und ziemlich eindeutig.