Arrepentirás stammt vom reflexiven Verb arrepentirse, also „etwas bereuen“. Die Form ist die 2. Person Singular im Futur und bedeutet wörtlich: „Du wirst es bereuen“.
Im Lied wird dieses Wort mehrfach wiederholt und verleiht dem Refrain eine eindringliche, emotionale Wirkung. Es beschreibt die Angst, eine wichtige Person oder einen entscheidenden Moment zu verlieren und es später zu bereuen.
In „Muchas Cosas“ („Viele Dinge“) sucht die Erzählerin verzweifelt nach einer Erklärung für ihre innere Unruhe: „Quisiera encontrarle una explicación“ („Ich wünschte, ich könnte eine Erklärung dafür finden“). Sie denkt sogar an eine andere Welt oder Dimension und daran, dass ihre Seele vielleicht ihre Farbe wechseln könnte. Das klingt fantasievoll, aber die Gefühle sind sehr konkret: Auf dem Tisch liegen „muchas cosas pendientes“ („viele unerledigte Dinge“), denen sie ausweichen will. Besonders ehrlich ist ihr Eingeständnis: „Sigo siendo igual“ („Ich bin immer noch gleich“). Sie möchte sich verändern, findet aber keinen Weg dazu.
Im Mittelpunkt steht eine Beziehung, die ihr noch immer alles bedeutet. Sie will „estar contigo hasta la eternidad“ („für alle Ewigkeit mit dir zusammen sein“), obwohl die andere Person sie offenbar nicht mehr liebt und ihr alles gleichgültig ist. Gleichzeitig erkennt die Erzählerin, dass sie vielleicht nicht bemerkt hat, wie sie den anderen Menschen ebenfalls besiegt oder erschöpft hat: „Estaba empezando a derrotarte“ („Ich begann, dich zu besiegen“). Später wird der Ton noch bitterer: Die andere Person wird es bereuen, „no saberlo ver a tiempo“ („es nicht rechtzeitig erkannt zu haben“). Doch nichts ist mehr wie früher. Selbst Sonne und Sterne erscheinen, als wollten sie erlöschen. Gerade diese letzte Vorstellung macht das Lied so stark: Eine große, fast kosmische Welt wird plötzlich von einer Beziehungskrise verdunkelt.