Senderos bedeutet wörtlich „Pfade“ oder „Wege“ und klingt poetischer als das alltägliche caminos. Im Lied beschreibt „vuelo a otros senderos“ den mutigen Aufbruch zu neuen Lebenswegen, um die Welt wirklich kennenzulernen.
Natalia Oreiro singt hier über den Mut, nicht in einem halben Leben stecken zu bleiben. Die erzählende Person weiß noch nicht genau, was sie will: „Juraría que no sé bien lo que quiero“ [Ich würde schwören, dass ich nicht genau weiß, was ich will]. Trotzdem weiß sie, dass sie nicht einfach stehen bleiben kann. Deshalb fliegt sie „a otros senderos“ [auf andere Wege], um die Welt wirklich kennenzulernen. Das Bild vom Fliegen klingt nach Aufbruch, während Ängste und die ungewisse Zukunft noch im Weg stehen. Besonders schön ist, dass neben diesen Ängsten auch „sueños de amores nuevos“ [Träume von neuen Lieben] auftauchen.
Der Refrain macht aus Schmerz eine Art Tauschgeschäft: „Cambio dolor por libertad“ [Ich tausche Schmerz gegen Freiheit] und „Cambio heridas por un sueño“ [Ich tausche Wunden gegen einen Traum]. Der Traum soll helfen, weiterzugehen, nicht bloß schön klingen. „Que la suerte sea suerte“ [Möge Glück wirklich Glück sein] bedeutet dabei: Glück soll etwas Erreichbares sein und nicht etwas, das man immer nur vergeblich anstrebt. Der Titel „Cambio Dolor“ heißt wörtlich „Ich tausche Schmerz“ und bringt diese entschlossene Bewegung auf den Punkt: Die Vergangenheit verschwindet nicht einfach, aber sie soll nicht länger bestimmen, wohin die Reise geht.