Karolinen bezieht sich auf die Soldaten der schwedischen Armee unter König Karl XII. im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert.
Es ist ein historisch spezifischer Begriff, der in diesem Lied von Sabaton, einer Band, die für ihre historischen Themen bekannt ist, eine zentrale Rolle spielt. Das Wort ruft Bilder von Tapferkeit, Disziplin und unerschütterlichem Glauben hervor und ist einzigartig für die schwedische Militärgeschichte.
„Karolinens Bön“ zeigt einen Soldaten, der weit jenseits der Grenzen Schwedens in den Krieg zieht. Er sieht sich als „soldat i Jesu namn“ [Soldat im Namen Jesu] und kämpft für seine Verwandten, sein Vaterland und seinen König. Die Karoliner marschieren in einer Reihe direkt durch den Kugelhagel, ohne vor dem Tod zurückzuweichen: „Lade sitt liv i Guds hand“ [Er legte sein Leben in Gottes Hand]. Ihr Mut kommt im Text aus einer Mischung aus Religion, Gehorsam und Zusammenhalt. Besonders stark ist das Bild, wie sie erst weitergehen, bis sie „vitögat ser“ [das Weiße im Auge sehen], also bis der Feind ganz nahe ist.
Im Refrain und am Ende wird das Vaterunser mehrfach gesungen: „Fader Vår, som är i himmelen“ [Vater unser, der du bist im Himmel]. Dadurch klingt der Marsch fast wie ein gemeinsames Gebet vor dem Angriff. „Herrens vilja ske“ [Des Herrn Wille geschehe] macht die Haltung der Soldaten deutlich: Sie überlassen ihr Schicksal Gott, während der König sein Banner hebt und das Heer vorwärtsgeht. Der schwedische Titel bedeutet „Das Gebet des Karoliners“ und passt zu dieser Mischung aus Schlachtruf und Gebet. Gerade weil der Text so direkt ist, wirkt die Szene beinahe wie ein militärischer Chor: marschieren, beten, kämpfen, weitergehen.