Na amen ist eine umgangssprachliche polnische Redewendung, die „für immer“ oder „auf ewig“ bedeutet. Es ist eine interessante und etwas ungewöhnliche Art, ewige Verbundenheit auszudrücken.
Im Lied wird es verwendet, um eine tiefe und unerschütterliche Loyalität zu versprechen, selbst angesichts von Stürmen und Schwierigkeiten: „Będę przy tobie na amen“ (Ich werde für immer bei dir sein). Es verleiht dem Versprechen eine besondere, fast feierliche Note.
In „Kapitan“ von sanah begegnen wir einem Mann mit „modrymi oczami czystymi od łez“ [blauen, tränenklaren Augen], dessen Herz wieder schlägt, obwohl scharfe Gedanken in seinem Kopf toben. Whisky und Gin können diese Gedanken nicht mehr überdecken. Das Leben hat ihm bisher „pod włos“ geweht, also gegen den Strich und nicht gerade leicht. Dann wirft er eine Münze und überlässt die Entscheidung dem Schicksal: Wie viel Schmerz muss man durchstehen, um wieder Mensch zu sein und wirklich zu leben?
Die Erzählerin bleibt an seiner Seite. Sie drängt zum Aufbruch, bevor der Morgen kommt und bevor der „kapitan“ [Kapitän] vielleicht verloren geht. „Będę przy tobie na amen“ [Ich bleibe für immer bei dir] ist ihr klares Versprechen, auch in Stürmen, Triumphen und Niederlagen. Das Bild vom Sommer, in dem sie zusammen sein werden, bringt etwas Helles in die schweren Nächte: „Na płacz jeszcze mamy czas“ [Zum Weinen haben wir noch Zeit]. „Na amen“ bedeutet hier umgangssprachlich für immer, endgültig. Und die Frage „Gdzie kapitan był?“ [Wo war der Kapitän?] klingt zugleich ratlos und ein bisschen trotzig, bevor beide wieder losgehen.