Bien-aimée bedeutet wörtlich „die geliebte Frau“ oder „Geliebte“. Das poetische Wort setzt sich aus bien („gut“ oder „sehr“) und aimée („geliebt“) zusammen und klingt deutlich romantischer und literarischer als das alltägliche chérie.
Im Lied verwendet Amadou & Mariam den Ausdruck als zärtliche Anrede für die geliebte Person. Die feminine Form passt zu der Frau, an die der Sänger ständig denkt.
In „Je pense à toi“ kreist jeder Gedanke um eine geliebte Person. Der Sänger bittet sie: „Ne m’abandonne pas, mon amour, ma chérie“ [Verlass mich nicht, meine Liebe, mein Schatz]. Im Bett träumt er nur von ihr, und beim Aufwachen denkt er sofort wieder an sie. Die Wiederholung macht die Sehnsucht ganz direkt, fast so, als würde dieser Gedanke den ganzen Tag keinen Platz für etwas anderes lassen.
Besonders drastisch wird es in der Zeile „Si je ne te vois pas, je ne peux rien faire“ [Wenn ich dich nicht sehe, kann ich nichts tun]. Ohne sie könne er weder sprechen, sehen noch etwas wissen. Dann kommt ein selbstironischer Vergleich: Andere hätten ihr die Erde, den Himmel oder sogar den Mond versprochen, während er nur „ma pauvre guitare“ [meine arme Gitarre] besitzt. Viel kann er ihr also nicht anbieten, aber seine Gitarre und sein Lied gehören ganz ihr. Die umgangssprachliche Form „Y’en a“ bedeutet einfach „Es gibt welche“ oder „Manche Leute“.