Lágrimas bedeutet 'Tränen'. Es ist ein emotionales Wort, das in vielen Liedern vorkommt, aber in diesem Kontext besonders hervorsticht.
Enrique Iglesias singt: "Mis lágrimas hacen un mar" (Meine Tränen bilden ein Meer). Diese Metapher ist sehr bildhaft und dramatisch, da sie die Intensität seines Schmerzes und seiner Trauer über den Verlust seiner Liebe ausdrückt. Es ist eine poetische Art zu sagen, dass er unendlich viel weint.
Mit Si Tú Te Vas liefert der spanische Popsänger Enrique Iglesias ein echtes Melodram ab. Die ganze Nummer dreht sich um eine panische Vorahnung: Was passiert, wenn die geliebte Person einfach abhaut? Enrique malt sich den absoluten Weltuntergang aus. Er singt: „Te llevarás mi corazón“ („Du wirst mein Herz mitnehmen“) und behauptet ganz direkt, dass er ohne sie die Orientierung verliert („Ya no sé por dónde ir“ – „Ich weiß nicht mehr, wohin ich gehen soll“). Wenn er warnt: „El dolor me comerá“ („Der Schmerz wird mich auffressen“), nutzt er die spanische Redewendung comerse a alguien, um zu zeigen, wie ein Gefühl jemanden komplett überwältigen und erdrücken kann.
Das Ganze wird herrlich theatralisch, fast schon ein bisschen drüber. Aus seinem Weinen baut er kurzerhand ein ganzes Gewässer: „Mis lágrimas hacen un mar / Nadaré sin descansar“ („Meine Tränen bilden ein Meer / Ich werde rastlos schwimmen“). Statt einfach nur traurig zu sein, schwimmt er also in seinen eigenen Tränen, während er auf ihre Rückkehr wartet. Der Witz dabei ist: Niemand hat ihn bisher verlassen! Er gesteht selbst: „Y es que estoy / Imaginándome el final“ („Und es ist so, dass ich mir das Ende ausmale“). Ein Song voller purer Verlustangst, der sich komplett in hypothetischen Katastrophen verliert.