Uragano bedeutet "Orkan" oder "Wirbelsturm". Es ist ein starkes und dramatisches Wort, das man nicht jeden Tag in Liedern hört.
In diesem Lied verwendet Laura Pausini es metaphorisch, um die zerstörerische Kraft einer Person oder einer Situation zu beschreiben. Sie singt: "E tu sei l'uragano contro me" (Und du bist der Orkan gegen mich), was ein lebhaftes Bild von überwältigendem Schmerz und Chaos erzeugt. Diese poetische Verwendung macht es zu einem wirklich einprägsamen Wort.
Laura Pausinis „Non C’è“ ist ein Liebeskummerlied mit ungewöhnlich absoluter Sprache. Die geliebte Person antwortet nicht mehr am Telefon und ist plötzlich verschwunden. Zurück bleiben Fragen, Leere und die Erinnerung an ganz konkrete Nähe: „Non c’è il profumo della tua pelle“ [Es gibt nicht den Duft deiner Haut] und „il respiro di te sul viso“ [deinen Atem auf meinem Gesicht]. Der Titel bedeutet „Es gibt nicht“ oder „Da ist nichts“. Diese Wiederholung macht die Abwesenheit fast körperlich. Besonders schön und ein bisschen übertrieben ist „la tua bocca di fragola“ [dein Erdbeermund] und „il dolce miele dei tuoi capelli“ [der süße Honig deiner Haare].
Die Erzählerin findet keinen Ausweg aus dieser Liebe: „Non c’è via d’uscita per questo amore“ [Es gibt keinen Ausweg für diese Liebe]. Sie nennt die Erinnerung sogar „il veleno di te nel cuore“ [dein Gift in meinem Herzen]. Trotzdem gibt sie nicht auf. Sie will den anderen suchen, notfalls „in altre dieci cento mille vite“ [in zehn, hundert, tausend anderen Leben]. Auch wenn zwischen ihr und Gott ein „cielo nero nero senza fine“ [ein endloser, tiefschwarzer Himmel] liegt, will sie weiterbeten und ihn finden. So wird aus einer Trennung ein gewaltiges Versprechen: Jede Grenze der Liebe soll überschritten werden, weil diese Person für sie inzwischen der einzige Grund zum Leben ist.