Valió madre ist eine umgangssprachliche Redewendung, die wörtlich "es war die Mutter wert" bedeutet, aber im Kontext der mexikanischen Umgangssprache so viel wie "es ging schief", "es ist egal" oder "es ist alles verloren" bedeutet.
In diesem Lied drückt der Sänger mit "Valió madre ya" aus, dass seine Beziehung völlig gescheitert ist und er sich betrogen fühlt. Es ist ein starker Ausdruck der Enttäuschung und des Gefühls, dass alles umsonst war.
Manchmal läuft eine Trennung einfach richtig mies – oder wie man in Mexiko sagt: „Valió madre“ („Es ist alles im Arsch“). Eslabon Armado nimmt in diesem Song kein Blatt vor den Mund. Die Ex-Partnerin ist schon mit dem nächsten Typen unterwegs („Ya andas con otro güey“ – „Du bist schon mit einem anderen Kerl zusammen“) und erzählt ihm exakt dieselben Dinge. Die Reaktion darauf? Sehr direkt und typisch für den mexikanischen Liebeskummer: Erstmal zur Flasche greifen („Agarré la botella pa' olvidarte“ – „Ich habe zur Flasche gegriffen, um dich zu vergessen“) und sich im eigenen Zimmer verbarrikadieren.
Besonders bitter wird es, wenn er zurückblickt. Er nennt ihre Küsse im Nachhinein giftig („Eran venenosos“) und ärgert sich über seine eigene Naivität: „Y como de menso / Caí por tu amor“ („Und wie ein Dummkopf bin ich auf deine Liebe hereingefallen“). „Menso“ ist hier die perfekte mexikanische Vokabel für jemanden, der sich leichtgläubig oder doof angestellt hat. Am Ende bleibt nur noch ein verzweifelter Wunsch für das nächste Leben: „Y ojalá en otra vida seas como cuando te conocí, amor“ („Und hoffentlich bist du in einem anderen Leben wieder so, wie als ich dich kennenlernte, Schatz“). Ein ehrlicher Trennungstrack voller Vorwürfe und Melancholie.