Enloqueciéndome ist eine intensive und ausdrucksstarke Form des Verbs enloquecer, was „verrückt machen“ bedeutet. Die Endung -éndome zeigt an, dass die Handlung auf das Subjekt selbst zurückwirkt, also „mich verrückt machend“.
In Shakiras Lied drückt sie damit ihre tiefe Verzweiflung und den emotionalen Zustand aus, in dem sie sich nach der Trennung befindet. Sie singt: „Estoy enloqueciéndome, cambiándome un pie por la cara mía“, was ihre totale Verwirrung und den Verlust der Realität unterstreicht. Es ist ein Wort, das die Dramatik und die emotionalen Turbulenzen des Liedes perfekt einfängt.
Mit „Estoy Aquí“ liefert die kolumbianische Popsängerin Shakira einen Song über die absolute Reue nach einer Trennung ab. Sie weiß ganz genau, dass die andere Person wohl nie zurückkommen wird: „Ya sé que no vendrás“ („Ich weiß schon, dass du nicht kommen wirst“). Trotzdem sitzt sie fest, ertrinkt förmlich in alten Fotos, Heften und Notizen („Ahogándome entre fotos y cuadernos“) und gesteht offen ein, wie dumm sie damals war („La tonta que fui“). Es gibt sogar Briefe, die sie geschrieben, aber nie losgeschickt hat („Las cartas que escribí / Nunca las envié“). Sie will das Unmögliche schaffen – Felder in Städte verwandeln und den Himmel mit dem Meer vermischen – nur um die Zeit zurückzudrehen.
Besonders witzig und herrlich chaotisch wird es, wenn Shakira beschreibt, wie sehr ihr Kopf durchdreht: Sie verwechselt ihren Fuß mit ihrem Gesicht („Cambiándome un pie por la cara mía“) und die Nacht mit dem Tag. Das klingt herrlich absurd, zeigt aber perfekt dieses Schlaflos-Gefühl, wenn das Gehirn nach einem Beziehungsende einfach streikt. Am Ende bleibt sie stur und wartet weiter: Tausend Jahre reichen zwar nicht zum Vergessen, aber vielleicht ja, um zu verzeihen („Mil años pueden alcanzar / Para que puedas perdonar“).